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13.02.2012

Europas alternde Bevölkerung stellt die nationalen Rentenkassen vor erhebliche Belastungen. Deshalb will die EU-Kommission einem Medienbericht zufolge den Rentenbeginn mit der Lebenserwartung verbinden, für die Europäer bedeutet dies eine weitere Steigerung des Renteneintrittsalters

Gekoppelt an die Lebenserwartung EU will Rentenalter erhöhen

Die EU-Kommission will einem Medienbericht zufolge das Rentenalter in den EU-Ländern weiter erhöhen. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf das bisher unveröffentlichte "Weißbuch Rente" der Kommission berichtet, soll der Rentenbeginn künftig automatisch an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden. Dann müsste auch das in Deutschland auf 67 Jahre angehobene Rentenalter künftig weiter steigen.

Die Anbindung des Rentenalters an die Lebenserwartung könnte dazu beitragen, die "Balance zwischen Arbeitsjahren und Rentenjahren zu stabilisieren", heißt es der Zeitung zufolge in dem Papier. "Das ist von zentraler Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit. " Nach Berechnungen der EU-Kommission könnte durch die Koppelung die Hälfte der durch die alternde Bevölkerung erwarteten Belastungen der Rentenkasse eingespart werden.

Die EU-Kommission spreche sich zudem für eine drastische Einschränkung aller Frühverrentungsmöglichkeiten aus. Alle "ungerechtfertigten Vorruhestandsregelungen" sollten abgeschafft werden, heißt es in dem Papier demnach. Das "Weißbuch Agenda für angemessene, sichere und nachhaltige Renten" will die EU-Kommission kommende Woche vorstellen.

Quelle: AFP