Einzelansicht

15.01.2014

Wussten Sie schon, daß Halter sogar für Verletzungen aufkommen müssen, die sich Fremde zuziehen, wenn diese ohne Erlaubnis auf einem Pferd reiten?
Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Aktenzeichen: VI ZR 13/12).

Im vorliegenden Fall war eine Frau in einem Reitstall ohne Erlaubnis auf ein fremdes Pferd gestiegen und schwer gestürzt. Zwar trägt sie laut BGH ein
Mitverschulden an ihren Verletzungen, weil sie die Zügel nicht in die Hand nahm und ohne Reitkappe und Hilfe aufstieg. Gleichzeitig verwirklicht sich laut
BGH zusätzlich eine Tiergefahr, für die der Halter selbst dann haften muss, wenn es sich um einen unerlaubten Ritt handelt.

Pferde-Haftpflicht bislang noch freiwillig.
Pferde-Halter sind schon immer gut beraten gewesen, eine Pferde-Haftpflicht abzuschließen, aber aufgrund der neuen, strengen BGH-Entscheidung,
gilt dies jetzt erst recht.